Die Entstehung von Geistern
Nach dem Tod eines Lebewesens entsteht nur in seltenen Fällen ein Geist, beispielsweise können folgende
Umstände dazu führen:
# Verbundenheit mit dem Diesseits: Für Kulturschaffende ist vor allem die Verbundenheit mit dem Diesseits – etwa zu einem bestimmten Ort, einer Person oder einem Gegenstand, aber auch einer unerledigten Aufgabe – ausschlaggebend.
# Extreme Umstände: Ein besonders gewaltsamer oder plötzlicher Tod, etwa als Opfer eines Mordes, oder extreme Gefühlsregungen, etwa bei einem Selbstmord oder im Falle von überwältigenden Schuldgefühlen im Moment des Todes, können eine Seele zum Geist machen.
# Wider der Götter: Auch werden Schwurbrecher manchmal, Frevler fast immer zu Geistern, weil ihnen wegen ihrer Verfehlungen gegen göttliche Gebote der Einzug in die Totenreiche verwehrt ist. Verdammte haben ihre Seele einer finsteren Macht verpfändet und werden
nur in Ausnahmefällen zu Geistern, wenn die versprochene Bezahlung aus irgendwelchen Gründen nicht eingesammelt werden kann. Götter – vor allem Gottheiten des Todes und ihre hohen Diener – und andere mächtige Wesen können zudem Flüche aussprechen, die einen Verstorbenen zum Geist werden lassen, tun dies aber nur sehr selten.
# Erscheinungen: Geister von Tieren oder Ungeheuern, sogenannte Erscheinungen, entstehen vorrangig dann, wenn sie auf widernatürliche Weise zu Tode gekommen sind, beispielsweise durch Magie. Ein plötzlicher Tod erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Geist entsteht.
# Ort des Todes: Der Ort des Todes kann einen starken Einfluss auf den entstehenden Geist haben oder sein Entstehen sogar ganz unterbinden. Heilige und geweihte Orte der meisten Todesgottheiten verhindern beispielsweise, dass sterbende Lebewesen einen
Geist hinterlassen – hierzu mag es jedoch auch Ausnahmen geben, die das Gegenteil bewirken. Von Kraftlinien oder starker Magie durchdrungene Orte können mächtigere Geister entstehen lassen oder Einfluss auf das Verhalten eines Geistes ausüben, ihn beispielsweise aggressiv gegenüber Lebenden werden lassen. Auch verdorbene oder dämonisch verseuchte Orte können die Entstehung von Geistern begünstigen und ihnen besondere Fähigkeiten verleihen.
# Zeitpunkt des Todes: Auch der Zeitpunkt des Todes hat Einfluss: An manchen hohen Feiertagen der zwölfgöttlichen Kirchen mag die Entstehung eines Geistes so etwa wenig wahrscheinlich sein, während jemand, der während der Namenlosen Tage oder während bestimmter Sternenkonstellationen zu Tode kommt, häufig einen Geist hinterlässt, der darüber oft über besondere unheilige Kräfte und einen starken Hass gegenüber den Lebenden verfügt.
# Magische Effekte: Bestimmte magische Effekte können die Entstehung von Geistern erzwingen. Es gibt sogar ein alchimistisches Gift, das Toten den Eintritt ins Jenseits verwehrt.