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➤ Spezielle Nahkampfregeln

Beidhändiger Kampf

Als besondere Herausforderung an Koordination und Geschick gilt vielen Kriegern der Kampf mit zwei Waffen. Zahlreiche Kämpfer Aventuriens schwören hierbei auf zwei gleichartige Waffen wie zwei Dolche oder zwei Äxte, während andere Kämpfer eher Kombinationen beispielsweise aus einer Fechtwaffe und einem Parierdolch bevorzugen.

Zwei Waffen im Nahkampf

Einige Helden versprechen sich durch den Kampf mit zwei Nahkampfwaffen Vorteile. Der beidhändige Nahkampf ist allerdings nicht einfach, und nur ein geübter Kämpfer kann daraus größeren Nutzen ziehen.

  • Es dürfen keine Waffen verwendet werden, die man mit zwei Händen führen muss. Auch Kettenwaffen können für beidhändigen Kampf nicht genutzt werden (außer in Kombination mit einem Schild).
  • Der Held kann mit 1 Aktion mit beiden Waffen zuschlagen, muss für sie aber getrennt eine Attacke der entsprechenden Kampftechniken würfeln. Das Ziel kann regulär Verteidigungen gegen die einzelnen Angriffe verwenden. Für jeden Treffer werden die Trefferpunkte einzeln bestimmt und mit RS und Lebensenergie des Getroffenen verrechnet.
  • Für beide Angriffe gilt eine Erschwernis von -2 auf die Attacke und alle Verteidigungen des Angreifers in der laufenden Kampfrunde, da die Koordination und das ungewöhnliche Gewicht stören, solange der Held mit beiden Waffen angreift. Die Erschwernis entfällt, wenn er pro Kampfrunde nur eine Waffe im Angriff nutzt. Diese Erschwernis gilt nicht bei der Verteidigung mit einem Schild, sehr wohl aber beim Angriff mit diesem. Durch die Sonderfertigkeiten Beidhändiger Kampf I-II kann dieser Abzug gesenkt werden.
  • Für die Waffe in der falschen Hand gilt eine zusätzliche Erschwernis von -4 auf Attacke und Parade. Durch den Vorteil Beidhändig kann diese Erschwernis aufgehoben werden. Diese Erschwernis gilt nicht bei der Verteidigung mit einem Schild, sehr wohl aber beim Angriff mit diesem.
  • Die beiden Attacken können gegen unterschiedliche Gegner in Angriffsdistanz ausgeführt werden.
  • Als Kampfsonderfertigkeiten dürfen bei beiden Angriffen nur Basismanöver ausgeführt werden.
  • Wer mit beidhändigem Kampf pariert, kann sich aussuchen, mit welcher Waffe er dies tun möchte. Auch hier gelten die entsprechenden Abzüge von beidhändigem Kampf und Kampf mit der falschen Hand.
  • Sollte der Kämpfer einen Patzer würfeln, so kann er keine zweite Attacke würfeln. Würfelt er den Patzer erst bei der zweiten Attacke, dann gilt die erste dennoch als gelungen.

Beispiel: Arbosch hat sich eine zweite Axt zugelegt. Sein Freund Geron hält wenig davon, was ein Grund mehr für Arbosch ist, ihm zu beweisen, was für ein mächtiger Kämpfer er
ist. In einem Übungskampf greift Arbosch seinen Freund an. Er kann mit den beiden Äxten gleichzeitig innerhalb einer Aktion zuschlagen, muss jedoch jeden Schlag einzeln als Attacke auswürfeln. Der Attackewert des ersten Schlags mit seiner Rechten ist um -2 erschwert, da es nicht leicht ist, zwei Äxte gleichzeitig zu führen. Der Attackewert des zweiten Schlages, den er mit seiner Linken ausführt, ist sogar um -6 erschwert, da Arbosch Rechtshänder ist.

Publikation(en):

Regelwerk (4. Auflage), Seite 238
Kodex des Schwertes, Seite 74