Grundbegriffe des Götterwirkens
# Aspekte: Ähnliche wie Merkmale bei Zaubern; wenn ein Geweihter über eine Aspektkenntnis verfügt und die Liturgie den entsprechenden Aspekt unterstützt, hat der Priester einige Vorteile.
# Karmaenergie (KE): Die Karmaenergie ist jene mystische Energie, die die Götter ihren Geweihten zukommen lassen, sodass sie in der Lage sind, Liturgien zu wirken und Mirakel herbeizuwünschen.
# Liturgie: Die meisten karmalen Effekte entstehen durch die Wirkung einer Liturgie. Wie Talente und Zauber kann ein Geweihter diese Fertigkeiten erlernen und besitzt darin jeweils einen eigenen FW.
# Liturgie-/Zeremoniedauer: Die Zeit, die es erfordert, um eine Liturgie oder eine Zeremonie durchzuführen, bis die Wirkung einsetzt. Sie kann einige wenige Aktionen, aber auch mehrere Stunden betragen.
# Liturgie-/Zeremoniemodifikation: Liturgien und Zeremonien können zu einem gewissen Grade verändert werden, um sie bestimmten Situationen anzupassen. So können die Liturgiedauer, die Reichweite und die KaP-Kosten verändert werden, was die Probe auf die Liturgie oder die Zeremonie erleichtern oder erschweren kann.
# Mirakel: Stoßgebete, von geringer Wirkung.
# Geweihtentradition: Jede Kirche und jeder Kult hat ein Repertoire an unterschiedlichen Liturgien, die für ihren Glauben eine zentrale Bedeutung haben. Geweihte können nur allgemeine oder Liturgien ihrer Kirche erlernen. Zwar ist es in der Theorie möglich, sich das Wissen fremder Liturgien anzueignen, doch kann ein Geweihter eine solche Liturgie nicht anwenden.
# Reichweite: Die Distanz, die während der gesamten Liturgiedauer zwischen dem Geweihten und seinem Ziel maximal liegen darf. Ist das Ziel zu weit entfernt, kann die Liturgie es nicht erreichen und misslingt. Bei einer Zone ist der Radius oder Durchmesser in der Beschreibung der Liturgie genannt.
# Seelenkraft (SK): Jedes lebende Wesen verfügt über einen mehr oder weniger stark ausgeprägten natürlichen Schutz gegen übernatürliche Einflüsse, die sich auf seinen Geist auswirken. Die Seelenkraft wird als Modifikator auf Liturgieproben angewendet, wenn dies bei der entsprechenden Liturgie oder der Zeremonie angegeben ist.
# Segnungen: Bei einer Segnung handelt es sich um das karmale Gegenstück zu einem Zaubertrick: Es ist ein Grundwerkzeug eines Geweihten, einfach auszuführen, aber auch einfach in der Wirkung. Die Zwölfgöttergeweihten kennen vor allem die Zwölf Segnungen, die jeder von ihnen als Teil seiner Ausbildung erlernt.
# Wirkungsdauer: Die Zeit, die eine Liturgie oder eine Zeremonie wirkt. Manche erzielen ihre Wirkung sofort und enden dann, andere dauern einige Zeit an.
# Zähigkeit (ZK): So wie die Seelenkraft den Widerstand gegen Einflüsterungen des Geistes darstellt, so stellt die Zähigkeit die Fähigkeit des Körpers dar, sich vor Verwandlungen und Beeinträchtigungen durch Zauber, aber auch Liturgien und Gifte zu schützen. Die Zähigkeit wird als Modifikator auf Liturgieproben angewendet, wenn dies bei der entsprechenden Liturgie oder der Zeremonie angegeben ist.
# Zeremonien: Bei Zeremonien handelt es sich um das karmale Pendant zu Ritualen. Im Grunde sind Zeremonien ebenfalls Liturgien, nur dass ihre Dauer
deutlich länger und ihre Wirkung meist entsprechend größer ist.
# Zielkategorie: Viele Liturgien erfordern eine spezielle Art von Ziel. Manche wirken auf alles innerhalb einer Zone, andere auf einzelne Ziele wie Objekte
oder Lebewesen, wieder andere auf spezifischere Ziele wie Untote oder kulturschaffende Wesen. Gehört das anvisierte Ziel der Liturgie nicht zur passenden Zielkategorie, misslingt die Liturgie automatisch.
Publikation(en):
Kodex des Götterwirkens, Seite 11