Götterwirken
In diesem Abschnitt erfährst du mehr über das Wirken der Geweihten. Die Götter Deres verleihen ihren geweihten Priestern die Macht, karmale Kräfte zu fokussieren und zu lenken. Ähnlich wie Zauberer können sie damit wundersame Dinge vollbringen, doch kommt ihre Kraft nicht von der ungebundenen Astralenergie Deres, sie erhalten sie vielmehr von der Gottheit oder dem Pantheon, der oder dem sie ihr Leben geweiht haben. Im Unterschied zu Zauberern mit ihrer astralen Macht müssen Geweihte nicht mit karmaler Gabe geboren sein. Jeder, der sich ernsthaft mit den Lehren eines Gottes oder Pantheons beschäftigt und die Weihe anstrebt, kann in den Dienst einer Kirche oder Kultes treten und die höheren Mysterien empfangen. Voraussetzung ist jedoch, dass der Gott oder - im Falle einiger schamanistischer Traditionen - gleich an ganzes Pantheon den Geweihten als seinen Diener akzeptiert.
Liturgien, Zeremonien, Mirakel und Wunder
Die aventurischen Geweihten verwenden schon seit Jahrhunderten ritualisierte Formen ihrer von den Göttern gegebenen Kräfte. Diese Kräfte werden Liturgien oder Zeremonien genannt. Beide funktionieren den Regeln nach grundsätzlich wie alle anderen Fertigkeiten auch. Sie werden genauso angewandt und gesteigert.
Bei Liturgien ist, ähnlich wie bei Zaubern, besonders relevant, wie viele FP nach der Probe übrig bleiben und damit QS erzeugen, da dies die Wirkung, die Wirkungsdauer und andere Effekte beeinflussen kann. Liturgien und Zeremonien lassen sich zudem durch die Geweihten verändern – ebenfalls ähnlich, wie dies bei Zaubersprüchen möglich ist.
Die Priester der Götter haben zudem noch die Möglichkeit des Einsatzes von Mirakeln. Dies sind weitaus weniger ritualisierten Anwendungen.
Als Wunder hingegen wird ein direkt von der Gottheit verursachtes Eingreifen bezeichnet, meist von großer Macht geprägt. Wunder können erfleht werden, treten aber nur selten ein.
Karmaenergie und Karmapunkte
Zauberer benötigen für die Anwendung von Zaubern Astralenergie; Geweihte hingegen setzen eine andere Kraft ein: Karmaenergie, eine Ressource, die sie direkt von ihren Göttern erhalten und durch die sie ihre erlernten Liturgien und Zeremonien einsetzen können. Diese Energie wird in sogenannten Karmapunkten gemessen. Je mächtiger der Effekt einer Liturgie, desto mehr Karmapunkte kostet ihr Einsatz. Karmaenergie regeneriert sich mit 1W6 Punkten pro Ruhephase, allerdings können passende Vorteile und Sonderfertigkeiten zusätzliche Punkte pro Ruhephase gewähren. Kostet eine Liturgie mehr KaP, als der Geweihte besitzt, gilt eine Fertigkeitsprobe auf die Liturgie als misslungen.
➤ Versickernder Karmastrom (Optional)
Aspekte und Aspektkenntnis
Viele Geweihte der Zwölfgötter spezialisieren sich mit der Zeit auf einen besonderen Aspekt ihrer Gottheit, der ihrer Persönlichkeit oder ihren religiösen Überzeugungen besonders entspricht. Auch die verschiedenen Liturgien und Zeremonien der Geweihten sind einem oder mehreren Aspekten der jeweiligen Gottheit zugeordnet.
Geweihte, die sich mit einem dieser Aspekte ihrer Gottheit besonders beschäftigen, können die Sonderfertigkeit Aspektkenntnis erwerben. Durch diese erhält der Geweihte einige Vorteile im Umgang mit den jeweiligen Liturgien.
Publikation(en):
Kodex des Götterwirkens, Seite 9