Eigenschaftsprobe
Eine Eigenschaftsprobe wird mit 1W20 ausgeführt und folgt den Regeln des Probenwurfs. Als Spielwert fungiert dabei eine der acht Eigenschaften. Der Meister kann also beispielsweise Proben auf Klugheit oder Mut verlangen, um zu testen, ob ein Held sich an ein
lange zurückliegendes Ereignis erinnert oder nicht schreiend vor einem Ungeheuer davonläuft. Zeigt das Würfelergebnis eine Zahl gleich oder niedriger dem Eigenschaftswert, so ist die Probe gelungen und der Held war erfolgreich. Ist das Ergebnis stattdessen höher, ist sie misslungen. Die Eigenschaftsprobe kommt immer dann zum Einsatz, wenn es kein passendes Talent für die Tätigkeit des Helden gibt und der Ausgang der Handlung nicht sicher ist.
Beispiel: Arbosch Sohn des Angrax, ein Zwergenkrieger, kennt keine Furcht. Allerdings durchstreift er gerade einen unheimlichen Wald und hört Angst einflößende Geräusche. Sein Meister verlangt eine Probe auf Mut. Arboschs Mutwert beträgt 12. Arboschs Spieler würfelt eine 9, also unter seinem Eigenschaftswert von 12. Arbosch wird dementsprechend nicht den Rückzug antreten oder schreiend davonlaufen, sondern weiter mutig voranschreiten.
Publikation(en):
Kodex des Schwertes, Seite 12